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Ballschule an Lemgoer Grundschulen

Bierfilze für die Zukunft des landesweit einmaligen Angebots

Jeder Erstklässler an den städtischen Grundschulen in Lemgo erhält seit 2010 eine vierte Sportstunde zusätzlich. Ermöglicht wird das durch das Projekt „Heidelberger Ballschule in Lemgo“. Über die Zukunft dieses landesweit einzigartigen Angebots haben jetzt knapp zwanzig Vertreter der beteiligten Institutionen diskutiert.

Foto: Viele Partner tragen die Heidelberger Ballschule, von der jedes Jahr gut 300 Erstklässler profitieren.

Seit bereits sieben Jahren gibt es das Modellprojekt „Heidelberger Ballschule“ an fast allen Lemgoer Grundschulen. Jedes Jahr profitieren etwa 300 Kinder von einer zusätzlichen Sportstunde mit dem Ziel, die individuelle motorische Leistungsfähigkeit altersgemäß zu fördern und spielerisch Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Die Grundschule am Schloss war die erste Grundschule in Lemgo, die die Ballschule als Pilotprojekt durchgeführt. „Seit 2010 haben in Brake 853 Schülerinnen und Schüler in der 1. und sogar der 2. Klasse jede Schulwoche eine zusätzliche vierte Sportstunde!“, berichtet  der Schulleiter Jörg Franks stolz. Und auch die anderen städtischen Grundschulen sind aktiv in das Angebot eingebunden. Koordiniert wird das Ganze vom Förderverein Sportklasse MWG Lemgo in Zusammenarbeit mit dem TV Lemgo. Die Finanzierung läuft über die Leistungsstützpunkte. Um auch in Zukunft – bei voraussichtlich geänderten finanziellen Rahmenbedingungen – erfolgreich das Modellprojekt umsetzen zu können, wurden die Grundschulleitungen, Kooperationspartner, beteiligten Leistungsstützpunkte sowie Vertreter von Kommune und Politik zum Informationsgespräch eingeladen.

Jens Bakker, Vorsitzender des Fördervereins Sportklasse, erläuterte den Teilnehmer den aktuellen Sachstand und stellte die Bedarfe für die kommenden Schuljahre vor. Aktuell läuft die Förderung über den Landessportbund NRW sowie über Zuschüsse des Stadtsportverbandes Lemgo. Voraussichtlich werden ab übernächstem Schuljahr die Förderungen reduziert. „Der finanzielle Aufwand pro Klasse je Schuljahr liegt nur bei etwa 500  Euro. 6-9 Klassen müssen finanziert werden, somit liegt der aufzubringende Beitrag in Summe bei 3.000 bis maximal 5.000 Euro.“, erläutert Patrick Busse, Geschäftsführer des TV Lemgo. Alle Anwesenden waren einstimmig überzeugt, dass die zusätzliche Sportstunde gut und wichtig für die Lemgoer Grundschüler ist. „Die Idee entstand damals auf einem Bierfilz – daher bekommen Sie jetzt auch einen Bierdeckel, um ihren Beitrag zur Weiterführung der Ballschule in Lemgo aufzuschreiben!“, verabschiedete Jens Bakker die Anwesenden. Alle Beteiligten machen sich nun auf den Weg, um Ideen und Unterstützer für dieses landesweit einmalige Projekt zu sammeln. Als Kontakt für Fragen stehen Patrick Busse und Sandra Bölsche vom TV Lemgo zur Verfügung unter Tel. 05261 217082-0 bzw. info@tv-lemgo.de.

 

 

Hintergrund – Was ist die Ballschule?

Die Ballschule ersetzt die frühere Straßenspielkultur. Die Kinder im Grundschulalter erfahren spielerisch über den Umgang mit dem Ball den Spaß an der Bewegung in der Gruppe. So wird  durch selbstbestimmtes Spielen die Freude am Sport entwickelt. Die Kernpunkte des Konzeptes sind dabei die ganzheitliche Ausbildung der Kinder in ihrer individuellen geistigen, emotionalen und motorischen Entwicklung. Es werden Sportspielsituationen erlebt, grundlegende motorische Fähigkeiten erlernt und es erfolgt die soziale Einbindung in Sportspielgruppen.

 

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